ION BUZEA Tenor
ION BUZEATenor

Reviews

Handsome Rodolfo tops Met's Boheme 

"Ion Buzea, a Rumanian who made his Metropolitan Opera debut last night as Rodolfo in La Boheme is that rare specimen, a tall tenor. Since he also is romantically dark and handsome, and actor enough to walk across the stage without arousing anxiety over, whether he will fall into the prompters box, he made an unusually credible figure of Puccini's dashing poet." New York Times 1970

Enthousiasme au Royal à Liège pour 'Le Trouvère' rénové

"Manrico, au ténor richement timbré, tint en Ion Buzea la simplicité dans l'ingénuité, la générosité dans le charme prenant d'un organe exceptionnel." La Meuse, 27 Janvier 1965

"Louis was played with elemental force by the gangling Ion Buzea, whose savage assaults on his notes proved strangely invigorating - a voice of the Corelli type with the technique of a Di Stefano persuasion!" Opera November 1967

"Man entdeckte in Boheme einen neuen 'tenore', jung und rank, von bemerkenswerten darstellerischen und stimmlichen Gaben: Ion Buzea." Oper 1967

Lodern zum Himmel ...

 

"Troubadour" mit Ion Buzea

Während am ersten Abend im 'Troubadour' ein Grundthema menschlicher Existenz im Mittelpunkt stand, so brachten die beiden folgenden Vorstellungen Oper par excellence. Die rumänische Staatsoper hatte aufgeboten, was an Gesangsstars von Bukarest aus sich an den großen Bühnen der Welt einen Namen gemacht hat. Intendant Enigarescu hatte vor dem Gastspiel schon freimütig zugegeben, daß nicht einmal das heimische Publikum im Paris des Südostens so glanzvolle Besetzungen erleben kann. Da war zunächst "Troubadour", die verworrenste unter Verdis Opern, ein Nummernstück ohnegleichen, voll pulsierenden Lebens, voll gesungener Leidenschaft. Als danach der Vorhang fiel, wollten die Bravos kein Ende nehmen.
 Dies, weil Ion Buzea ein Troubadour ist, der zur Zeit seinesgleichen auf der Welt sucht. Nicht nur, daß seine schier unerschöpfliche Stimme der "Stretta" ein nicht enden wollendes hohes c bescherte, sondern weil dieser mühelos schmetternde Tenor über alle Qualitäten verfügt, die man sich von einem Manrico erträumt: stattliche Gestalt, heldenhaft baritonales Timbre bis in die höchsten Lagen, traumhaft sichere Technik selbst noch in den Sechzehnteln der Stretta, elegantes Parlando und lyrischer Schmelz in den Liebesduetten. "Di quella pira l'orrendo foco" - hier konnte man's mal wieder glauben. Und das g-Moll-Ständchen im ersten Akt war von träumerischer Sehnsucht erfüllt.

Solchem Troubadour Manrico war Elena Cernei, umjubelte New Yorker Carmen, eine kongeniale Azucena.

 

Sie bringt schon von der imponierenden äußeren Erscheinung her alle Voraussetzungen für die glutäugige Zigeunerin mit. Ungezügelte Wildheit ist da im Spiel und läßt eine bezwingende, alle Grenzen und Räume sprengende Stimme die Ausdrucksvarianten der Leidenschaft finden. Bruchlos, ohne spürbaren Übergans vermag dieser Mezzosopran in allen Lagen sich zu verströmen. Die Tiefe ist von faszinierend dunkler Schönheit; rätselhafte Töne entstehen da, die einem Tenor alle Ehre machen würden (e-Moll-Allegretto), wäre nicht stets noch fraulicher Charme spürbar. Das kunstvolle Portamento verleiht der Melos weiche Kontur; ein rasches Vibrato spiegelt Erregung. Und bis in überraschende Höhen hinein behält die Stimme volle Leuchtkraft, gesättigten Wohllaut. Dazu: eine schauspielerische Leistung, die südländisches Temperament ausschöpfte - der Bravos waren unzählige.

In wirkungsvollem Kontrast dazu stand die lyrische Leonore von Marina Slatinaru. Anmut in Spiel und Gesang nahm hier für sich ein; vielleicht schien der Sopran bisweilen ein wenig stark zu tremolieren. Indes litt die Genauigkeit der Stimmführung nie darunter. Die Koloraturen hatten Kraft und Prägnanz, und der beseelte Ausdruck gewann womöglich noch. Ein wenig schwer hatte es an diesem Abend Nicoiae Herlea mit dem Grafen Luna. Herlea ist ohnedies nicht gerade sicher in der Intonation; und diesmal hatte er gar Pech mit der Tonart. Dennoch fand auch seine markante, metallische Stimme lebhaften Beifall.

Erneut riß an diesem Abend der Chor mit. Die bunt zusammengewürfelte Szenerie (Jean Rinzescu), die malerischen, altvorderen Bühnenbilder (Roland Laub) - all das mochte man in Kauf nehmen angesichts dieses sensibel und blendend reagierenden Chores, der die Massenszenen mit sprühendem Temperament füllte. Die musikalische Leitung lag diesmal bei Anatol Kisadji, der den Sängern noch mehr Zeit ließ, als sie brauchten (und sie brauchten viel Zeit). Glücklicherweise kam kein Gegenwind auf. so daß auch "Troubadour" durchaus sein Ende fand. Von Verdischem Brio war in dieser samtenen, nicht immer präzisen Verwirklichung indes nur noch wenig zu spüren.

 


Rienzi

Am Theater ist man vor Überraschungen nie sicher. Oft sind sie ganz unerwarteter Art. Diese "Rienzi"-Produktion wurde bekanntlich im April im Fernsehen übertragen. Üblicherweise setzt ein Theater seine besten Kräfte ein, wenn alle Welt zusieht. Nicht so Wiesbaden. Eine Woche nach der Fernsehpremiere gab es, wie ich jetzt erfuhr, eine zweite Premiere, die nur von der lokalen Presse zur Kenntnis genommen wurde und nach übereinstimmendem Urteil aller Dabeigewesenen die erste sängerisch bei weitem übertraf. Davon konnte ich mich überzeugen, als ich jetzt einen Teil der sogenannten zweiten Besetzung kennenlernte. Da stand nicht, wie in Gerd Brenneis, ein braver, redlich sich mühender deutscher Tenor auf der Bühne, sondern in Jon Buzea ein Vollbluttenor mit jenem Glanz und jener Sinnlichkeit und natürlichen Kraft in der Stimme, die das Ensemble ganz von selber dominiert. Dazu eine emotionelle Persönlichkeit, der man die spontane Wirkung auf das Volk abnimmt, und sozusagen als Draufgabe ein Darsteller, der optisch als der rassige Römer in jedem Moment überzeugte. Er sang Wagners noch stark italienisch orientierte Kantilenen mit südländischer Spontaneität und Geschmeidigkeit. Sein Gebet hatte tragische Größe.Unauslöschlich wird mir in Erinnerung bleiben, wie der gefallene Held sich aus dem Berg von Fetzen; unter denen ihn der Pöbel begraben und niedergemetzelt glaubte, ganz langsam, wie prometheisch, erhob und mit schmerzerfülltem Gesicht und bannend ausgestreckten Händen sich in wahrlich "inbrünstigem" Flehen zum Himmel wandte. Stimme und körperlicher Ausdruck offenbarten tatsächlich die Erschütterung eines Menschen, der ein großes, ideales Lebenswerk zusammenbrechen sieht. Wenn irgendeine Bühne der Welt Lust verspürt, Wagners erste große Oper aufzuführen - hier ist der ideale Titelheld, mit dem das Werk bekanntlich steht und fällt.4.November 1979

 

Bohème erhält einen neuen Rodolfo

Die Bohème des letzten Abends machte uns mit einem neuen Rodolfo, dem rumänischen Tenor Ion Buzea bekannt, dessen einziger Auftritt hier in einer konzertanten Aufführung von D' Albert Tiefland in der Carnegie Hall im vorigen Frühjahr gewesen ist. Gute Erscheinung. 
Als ein hübsch großer und schlanker junger Mann mit dunklem Teint und markanten Zügen hat Ion Buzea eine umfangreiche und gut kontrollierte Stimme. Er erschien etwas unbehaglich, sich zum ersten Mal auf der Bühne der MET zu finden, doch zeigte er eine einnehmende Bescheidenheit und den Eindruck von Leicht Herzigkeit, was ihn zu einer Attraktion für das Publikum machen könnte. DAS Publikum der Aufführung des letzten Abends schien jedenfalls höchst zufrieden mit ihm. Douglas Watt, Daily News vom 7. Jänner 1970. 

Buzea macht als Rudolfo sein Met-Debut Die Metropolitan Opera hat erst vor 10 Tagen ihre Saison eröffnet und schon zeigt sie uns eine erfreuliche Vorführung neuer Tenöre. Letzte Nacht machte der dritte Hauptdarsteller sein Debüt. Diesmal war es der rumänische Tenor Ion Buzea, welcher seine außerordentlichen Stimmmittel hier zum ersten mal im letzten April entfaltete, als er sein amerikanisches Debut mit der Amerikanischen Operngesellschaft in der Carnigiehall in d' Alberts Tiefland machte.Als Rudolfo verstärkte Buzea den damaligen günstigen Eindruck. Seine Stimme ist frisch, frei und schön, und da er groß, schlank und gutaussehend ist, bringt er eine Überfülle von Gaben in das Haus. Als Schauspieler ist er aufrichtig und sympathisch. Wenn er sein Potential erfüllt, könnte er einer der aufregendsten Tenöre rundum sein. Harriet Johnson. Words and Music vom 7. Januar 1970  

 

This was Opera at its Best

Samson and Delilah. 
From this performance it would seem that the D.G.0.S. struck oil when they went behind the Iron Curtain. The soloists in last night's opera were the best I have heard in Dublin for many a long day. Zenaida Pally as Delilah was magnificent. Not only did she look wonderful hut her acting right through was superb. Never for a moment did she turn off the pressure. Her voice has a lovely dark viola-like quality, and she uses it most intelligently. This really was Delilah. She built up the part so that one could nearly see the villainy written on her face. 

Ion Buzea as Samson also looked the part to perfection.  He was a great hunk of a man with a lovely voice, sometimes a little on the light side, but always full of artistry. With Delilah in Act If he built a scene which, for its ensemble and sympathy, was very moving, reaching its climax with a beautifully sung "Softly Awakes my Heart.'' 

 





ION BUZEA 

 

tenor